Mittwoch, 10. Dezember 2008

Korrekturkorrekturen oder Sagte statt meinte, meinte statt sagte

Den folgenden Satz wollte ich schon so lange schreiben:

Das Songbook ist fertig.

Na ja, so ganz noch nicht. Es ist noch nicht gedruckt. Aber der Drucker kann jetzt, bisher konnte er nicht. Weil es zuerst gar keine Noten gab. Dann: weil wir noch kein Titelbild hatten, das Inhaltsverzeichnis erstellt werden musste, 2 Vorwörter und 1 Impressum fehlten, weil der Notensatz der Korrektur harrte. Und vieles mehr.

Das alles ist jetzt erledigt. Am Anstrengendsten war das eigentliche Erstellen der Noten. Wir haben, wie einige von euch wissen, in sehr vielen Fällen ohne echte Noten gearbeitet, sondern nur Skizzen gehabt. Die kann man ja schlecht abdrucken. Damit aber unser Notensetzer wusste, was er eigentlich setzen sollte, musste ich die liegengelassene Arbeit von sechs Jahren nachholen.

Dann denkt man ja, das wär’s. Aber ist es natürlich nicht, dann wird nämlich erstmal korrigiert. Dann muss man schauen, ob die Korrekturwünsche auch so angekommen sind, wie man das wollte, also muss man die Korrekturen korrigieren.

Ich habe mich eine neue Sprache eingearbeitet. Das sieht aus wie beim Schach, wenn man in Kürzeln mitteilt, welche Note zu welcher Note werden soll. Sehe ich zum Beispiel, dass in Werners Notensystem im Takt 64 auf der vierten Viertel ein falscher Ton steht, formuliere ich das nicht aus, sondern schreibe:

T.64, S.We: ZZ4 c’

Das ist nicht nur schneller, sondern sieht auch noch total toll aus.

Meine Lieblingskorrektur war allerdings die des Hauptstimmentextes von GEZ. Die Stelle lautete: „Das fand ich süß und wollt’ sie küssen. Sie sagte, dass ihr das gefällt. Sie meinte: Du warst echt super gestern abend,...“ Der Extremfan wird den Fehler sofort erkannt haben. Ich im Gegensatz dazu erst, nachdem mich Thomas darauf aufmerksam gemacht hatte. Und dann durfte ich die Zeile schreiben, die ich am Schönsten von allen finde, und die auch den Titel dieses Eintrags ziert:

T.39/40, S.T: TT2/4 meinte statt sagte, sagte statt meinte

Wer das überprüfen möchte: Das Songbook könnt ihr hier bestellen.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Ihr Kinderlein kommet

Weihnachten naht. Deswegen heute ein weihnachtlicher Titel. Obwohl das Foto aus dem Oktober ist. (Wahnsinn, wie urlaubsbraun ich da noch bin. Aber das ist ja normal bei eher südländischen Typen.)

Aufgetreten sind wir in Münster als Gäste eines Chorfestes, das sehr viele Kinder besucht hatten, etwa 3000. Die standen dann auch fast alle nachher um uns rum und wollten Autogramme, die wir ihnen bereitwillig gegeben haben. Zu dem Zeitpunkt der Aufnahme war der Andrang schon ein bisschen abgeschwächt; die süßen Kleinen hatten gerade Thomas entdeckt, der ein bisschen später aus der Umkleide gekommen war, und eilten zu ihm, ihn zu zerquetschen. Davon leider kein Foto.

Montag, 1. Dezember 2008

Basteln mit Basta

Was haben wir nur für tolle Fans! Da haben doch tatsächlich Menschen meinen Eintrag zur Blue Screen als Bastelaufforderung verstanden und unter Zuhilfenahme modernster Technologien eine täuschend echte Welt der Fantasie am Rechner entstehen lassen.

Ich höre schon die Stimmen, die mahnend dazu aufrufen, die Realität nicht zu fliehen, sich stattdessen der Welt zu stellen, die uns fordert, im Hier und Jetzt zu leben.

Aber ich frage euch: brauchen nicht gerade diese Zeiten etwas Wärme, und sei es die eines tropischen Aquariums? Ist es nicht gerade jetzt an der Zeit, sich streicheln zu lassen von sanfter Dünung, liebevoll produziert von nahezu unsichtbaren Wellengeneratoren? Wie Kinder einzutauchen in die wunderschöne Welt der Aquamarine und Einbildung, sich zu freuen an den bunten Farben der Tiefsee, wo sonst allein die Dunkelheit herrscht?

Ja, das ist diese Zeit.

Noch einen schönen Montag.

Mittwoch, 26. November 2008

Doppelt gedreht hält besser

Kennt ihr das? Man glaubt, nur bei einem selbst im Betrieb wird geschlampt, auf den letzten Drücker fertig gestellt, improvisiert und geschludert; und dann kommt man irgendwo hin und stellt voll Erstaunen fest, dass man nicht allein ist. Ganz und gar nicht. Ob die Melonen bei Gemüse Schmitz oder die Millionen bei der KfW.

Im vorliegenden Fall hält sich der Schaden in Grenzen, aber erzählen kann man trotzdem davon: Am Montag trafen wir uns in den frühen Morgenstunden in Köln-Deutz, um für Center TV in der leeren Kölnarena ein kleines Interview zu drehen. Die Kulisse fantastisch, die Temperaturen eisig, der Kameramann verplant.

Denn gestern erreichte uns die Anfrage, ob wir? eventuell? noch mal erscheinen könnten. Auf dem Band seien wir zwar deutlich und scharf zu erkennen , aber nur in grün und blau. Man könne noch was nachbearbeiten, dann seien wir blau und grün.

So wollten wir uns nicht dem Fernsehpublikum präsentieren, also sind wir heute morgen (noch früher) in die Center-TV-Studios gefahren und haben da einen Nachdreh absolviert. Leider nur noch zu dritt, aber das hatte was Gutes, wir mussten nicht singen. Bald auf eurem Fernseher, in allen drei Primärfarben.

Samstag, 22. November 2008

Spass aus Mainz

Die Pausen zwischen den Aufzeichnungen unserer Beiträge für die Fernsehsendung "Spass aus Mainz" haben wir dazu genutzt, ein wenig zu proben. Auf dem Gelände des SWR gab es sogar ein Studio mit Klavier. Und siehe da, nicht nur ein Klavier, sondern auch eine Blue Screen; die erste unseres Lebens.

Das System funktioniert so: Wir haben uns auf Stühle gelegt und so getan, als würden wir schwimmen. Alles, was ihr jetzt noch tun müsst, ist, das Foto auszudrucken, uns mit einer feinen Schere herauszuschneiden und auf ein Bild eines Aquariums zu kleben. Faszinierend, die moderne Technik.

Sonntag, 16. November 2008

Eile mit Pfeile

Gestern in Lübeck gespielt, zum ersten Mal waren da über 1000 Mann (1050). Große Freude auf allen Seiten. Unser Publikum erträgt derzeit die volle Weihnachtsdröhnung, zur Vorbereitung unseres Konzertes in der Köln/Lanxess-Arena singen wir alte und neue Partykracher nun auch in den Konzerten. Die fordern teilweise einiges ab, und Lübeck hat sich da sehr gut geschlagen, kann man sagen. Baumschmuck, Baumschmuck, Baumschmuck, Baumschmuck! Wer das ein bisschen auszusprechen übt, wird am 14.12. gute Karten haben.

Verwirrung aber auf unserer Seite. Die verschlungene Architektur der MuK hat uns nur sehr knapp zur Bühne gelangen lassen. Am meisten aufgehalten hat uns die Bodenbepfeilung. Weil wir sie nicht verstanden haben, aber natürlich auch, weil wir dann auch noch ein Foto davon gemacht haben.

Montag, 10. November 2008

Those were the days

Wir haben in alten Erinnerungen geschwelgt und Klassenfotos rausgekramt. Wahnsinn, was da alles dabei war.