Montag, 2. Februar 2009

Zwischenfall in Mannheim

Wir haben Wuppertal noch getoppt, weil ich mitten im ersten Song die Bühne verlassen musste. Das war noch nie da.
Direkt mal die Entwarnung - es ist nichts Schlimmes passiert. Sondern Folgendes:

Ich hatte mich mit Fieber nicht nur auf die Bühne gestellt, sondern auch gemeint, trotz sehr wackliger Knie und leichter Übelkeit die gewohnte Show machen zu können. Das war keine gute Idee und hat ganz und gar nicht funktioniert, also habe ich mich in der zweiten Strophe des ersten Lieds ohne anständige Verabschiedung Richtung Backstage davon gemacht, um dort kurz meine Beine hochzulegen und meinen Kreislauf zurückzubitten. Das war schon eine bessere Idee.

Wir haben ein Viertelstündchen Bedenkpause gemacht und uns dann dazu entschieden, das Konzert in modifizierter Form fortzusetzen. Ich habe die meiste Zeit der Show auf einem sehr gemütlichen Barhocker gesessen, von dort aus gesungen und den Jungs ein bisschen beim Tanzen zugeschaut. Auch mal schön. Die gemächlicheren Sachen habe ich mitgemacht, Lieder wie „Sonne und Regen“ und auch „Bratislava Lover“. „Blutwurst“ und ähnlich Bewegungsintensives habe ich mir hingegen gespart, nachdem ich meinen ersten freistehenden Versuch bei „Meine neue Freundin“ aufgeben musste und mir aus Sicherheitsgründen nach dem ersten Refrain doch mal einen Hocker geschnappt habe.

Jetzt haben wir zum Glück erstmal Pause – heute noch „Spielerfrauen“ fürs TV, aber das krieg ich wohl noch hin. Vermute ich. Spannend wird’s allemal - ihr seht es dann ja im Fernsehen!

Freitag, 30. Januar 2009

Zwischenfall in Wuppertal

Heute spektakulärer Zwischenfall bei Merci: Andreas setzt zu seinen letzten tiefen Tönen an, das Schlusscrescendo führt uns zum dreifachen fortissimo, da macht es krachbumm und das Licht ist aus.

Unser Bass hat wie Oskar Matzerath das Glas der Birnen kaputtgesungen, vermuten wir (klar, weil er nicht NOCH größer werden will, ein Glück), oder vielleicht war auch irgendwie der Fürst der Finsternis im Spiel. Es roch ein bisschen danach, nach Schmorkram, Schwefel oder was. Wer will das schon wissen.

Der Rest der Vorstellung lief dann mit Notlicht weiter. Wir haben Andreas gebeten, sich zurückzuhalten, und siehe da: es ging.

Freitag, 16. Januar 2009

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

Wer moderiert derzeit eigentlich „Verstehen Sie Spaß“? Nur, damit ich weiß, auf wen ich achten muss, also welcher Moderator sich hinter einem Bart, einer Zeitung, einer Schiebetür verstecken mag.

Das ZDF dreht nämlich gerade den größtangelegten Streich in der Geschichte seiner Erfolgssendung (damals noch mit Max Schautzer, oder war das Kurt Felix?) in den Bordrestaurants von GermainRail alias Deutsche Bahn, und da will ich eine gute Figur machen, sollte der Scherz gerade heute aufgelöst werden.

Die Grundidee ist witzig: auf der Speisekarte stehen vollmundig gepriesene Kaffeespezialitäten. Wenn man die bestellt, erfährt man aber, dass die Kaffeemaschine grad kaputt ist. Das ist wirklich komisch, vor allem beim xten Mal. Der Streich läuft jetzt schon zwei Monate in ALLEN ICEs der deutschen Bahn, ich selbst durfte ihm jetzt zum dritten Mal in Folge zum Opfer fallen. Hihi.
Man kann sich natürlich vorstellen, dass bei den Produktionskosten, die ein solches Unterfangen verschlingt, die Anhebung der Fahrpreise nicht lange auf sich warten lassen konnte.

Aber toll ist das Bahnfahren, da bleib ich dabei. Alleine, zu wissen, wie viele der Idioten, die die ganze Zeit im Ruhewagen in ihr Mobiltelefon geröhrt haben (ICH BIN GRAD IN BIELEFELD. HALLO? IN BIELEFELD!), man nie mehr wieder sehen wird. Das Leben ist schön.

Dienstag, 13. Januar 2009

Ü 30 Treff, Bünde

René und ich haben versucht, ein sehr trostloses Foto zu machen.

Montag, 5. Januar 2009

In Ostwestfalen

Wir touren im Moment durch Ostwestfalen. Da wir mit Basta nicht die Hauptrolle bei den Konzerten spielen, hatten wir das ursprünglich nicht auf unsere Terminseite gesetzt. Jetzt sind wir aber so begeistert, dass unbedingt berichtet werden muss. Die Stücke, die wir spielen, sind bis auf Rimsky-Korsakows "Hummelflug" von anderen Konzerten bekannt: Carmen-Ouvertüre, Die zweite Geige, Ungarischer Tanz, Wir wollten doch nur Freunde sein. Aber die Nordwestdeutsche Philharmonie (unter der Leitung von Heinz Walter Florin) spielt so toll auf und hat so wunderbar beschwingte Stücke im Repertoire, dass sich allein dafür das Kommen lohnt.

Und das will was heißen, denn Ostwestfalen ist weit weg und liegt unter einer dichten Schneedecke, die (wenn mich nicht alles täuscht) noch bis tief in den April hinein liegen bleiben wird.



Wirklich: mit einem so wunderbar klingenden Orchester durften wir bisher noch nicht zusammen auftreten; wir alle freuen uns sehr auf die verbleibenden vier Konzerte, weil wir so gerne zuhören, wenn wir grad pausieren. Lasst euch das nicht entgehen.

Beste Grüße und FNJ, William

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Deutschlandreise

Nur ein paar Tage noch, dann ist das Basta-Jahr fast zeitgleich mit dem regulären zu Ende. Diese Tage allerdings haben es in sich. Das Riesenkonzert in der Kölnarena ist kaum vorbei, da spielen wir schon Montag in Kevelaer, Dienstag in Gelsenkirchen, Mittwoch auf einer Gala in Bamberg , Donnerstag in Kempten, Freitag in Waldshut, Samstag in Marburg und Sonntag in Celle.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mit Google Maps ein kleines Bild erstellt, das euch unsere Tour zeigt. Ist doch hübsch geworden.

Dienstag, 16. Dezember 2008

14.12.




Das ist der Moment, an den ich mich lange erinnern werde: unser neues Lied „Feuerzeug“ zu singen. Wir auf der Bühnenkante, schon ganz am Ende des Konzerts, ganz schlicht und a cappella; im stockdunklen Saal hundert Lichter für uns.

Ich bin immer stolz, wenn neue Songs funktionieren, aber bei diesem war es schon was Besonderes. Wir hatten das Lied vorher erst drei Mal gesungen. Dass es funktionieren würde, ließ sich absehen, bei den Konzerten hatte alles geklappt; aber vor Tausenden von Menschen in ein Lichtermeer hineinzusingen (das wir dem Song zufolge ja gar nicht brauchen), das war absolut unglaublich.

„Die zweite Geige“ war für mich auch aufregend wie nie. Vor mir René mit seiner Solonummer „Feuerwerk“, dann geht der Vorhang auf, und ich darf (endlich! Das wollte ich immer schon so machen) in den Applaus hinein, ohne Ansage, einfach losspielen. Das war toll. Ein bisschen störend der Kameramann, der neben mir nicht nur filmte, sondern auch noch mit der Regie kommunizierte – „ja chrchrch bin auf vier chchchcrch geht in Ordnung chrchrchr wieder zurück OK rchchhch“. Hat ja zum Glück trotzdem geklappt.

Mit unseren Gästen zu musizieren, war auch ein besonderes Highlight. Viva Colonia - mehr Party ging nicht. Hammer. Auch beim Finale „War is over“ mit Barbara, Henning und Junger Sinfonie ging alles auf. Hat das Spaß gemacht...

Einen ganz großen Dank an dieser Stelle an all die Menschen, die so toll für uns gearbeitet haben. Marcus hat sich so gut um so viel gekümmert und ist immer da gewesen. Martin sowieso. Von Semmel Concerts haben sich Komo, Uli und Wiebke für uns eingesetzt, das ganze Ding überhaupt hoch- und dann mitgefahren. Vielen Dank dafür, großartig. Danke an den Fanclub. Danke an alle, die da waren. Es war toll.