Samstag, 14. Februar 2009

Güle Güle

Wir haben euch nicht vergessen. Ihr könnt euch nur nicht vorstellen, wie unglaublich langsam das Internet war. Es hat schlicht und einfach nicht funktioniert, Bilder oder gar Videos hochzuladen. Deswegen gibt es hier eine klitzekleine Nacherzählung mit Bildern.

Wir haben alles mögliche Wetter gehabt. Los ging’s mit Regen, Regen, Regen.



Aber das kann das Meer ja ganz gut: einem zeigen, dass es ihm egal ist und einem selbst Ähnliches vorschlagen. Deswegen führte uns unser erster Gang noch vor dem Frühstück auch an den Strand.







Fürs Arbeiten war das miese Wetter natürlich sowieso nicht von Nachteil. Und auch die anderen Bedingungen stimmten: Drei von uns wohnten in der „Präsidentensuite“, die gigantische Ausmaße hatte und uns erlaubte, drinnen wie draußen sehr konzentriert und trotzdem in gemütlicher Umgebung zu arbeiten.



Die Dachterrasse bot wunderschöne Ausblicke. Am ersten Tag weniger, dafür an den kommenden. Denn schon am zweiten Tag war der Himmel komplett aufgeklart; es wurde so warm, dass wir im T-Shirt (zeitweise auch ohne) draußen sitzen konnten.







Das Meer wurde hingegen immer wilder. Was Thomas und mich nicht davon abhielt, mal dahin zu pilgern und ein bisschen zu plantschen.



Mit wohligem Grusel haben wir die Nachrichten von den Schneestürmen, die über Deutschland tobten, gehörten. Deren Ausläufer erreichten uns dann aber auch am dritten Tag. Es windete ordentlich, blieb aber mild, so dass wir unsere Winterjacken weiterhin im Schrank lassen konnten.



Gearbeitet haben wir übrigens auch, aber wer will davon schon Fotos sehen. Ergebnisse bald in eurem Fernseher.

Sonntag, 8. Februar 2009

Türkiye!

Wir spielen gerade den Spielberg-Film "Terminal" nach. Die ersten zwei Stunden haben wir schon hinter uns, eben erreichte uns die Nachricht, dass sich der Abflug um weitere zwei Stunden verzögert. 9.50 wären wir eigentlich in der Luft gewesen, jetzt wird es mindestens 13.20 werden.

Ist aber nicht so schlimm, wir amüsieren uns prächtig und hauen den Entschädigungsgutschein unserer Airline auf den Kopf. 7,50 haben wir bekommen, dafür kriegt man hier auf dem Flughafen schon einen halben Orangensaft.



Aber heute wollten wir eh noch nix tun, sondern nur ankommen, mal ans Meer runter und so. Das wird ja in jedem Fall klappen.

Ach ja: in der Türkei regnet es übrigens.

Montag, 2. Februar 2009

Zwischenfall in Mannheim

Wir haben Wuppertal noch getoppt, weil ich mitten im ersten Song die Bühne verlassen musste. Das war noch nie da.
Direkt mal die Entwarnung - es ist nichts Schlimmes passiert. Sondern Folgendes:

Ich hatte mich mit Fieber nicht nur auf die Bühne gestellt, sondern auch gemeint, trotz sehr wackliger Knie und leichter Übelkeit die gewohnte Show machen zu können. Das war keine gute Idee und hat ganz und gar nicht funktioniert, also habe ich mich in der zweiten Strophe des ersten Lieds ohne anständige Verabschiedung Richtung Backstage davon gemacht, um dort kurz meine Beine hochzulegen und meinen Kreislauf zurückzubitten. Das war schon eine bessere Idee.

Wir haben ein Viertelstündchen Bedenkpause gemacht und uns dann dazu entschieden, das Konzert in modifizierter Form fortzusetzen. Ich habe die meiste Zeit der Show auf einem sehr gemütlichen Barhocker gesessen, von dort aus gesungen und den Jungs ein bisschen beim Tanzen zugeschaut. Auch mal schön. Die gemächlicheren Sachen habe ich mitgemacht, Lieder wie „Sonne und Regen“ und auch „Bratislava Lover“. „Blutwurst“ und ähnlich Bewegungsintensives habe ich mir hingegen gespart, nachdem ich meinen ersten freistehenden Versuch bei „Meine neue Freundin“ aufgeben musste und mir aus Sicherheitsgründen nach dem ersten Refrain doch mal einen Hocker geschnappt habe.

Jetzt haben wir zum Glück erstmal Pause – heute noch „Spielerfrauen“ fürs TV, aber das krieg ich wohl noch hin. Vermute ich. Spannend wird’s allemal - ihr seht es dann ja im Fernsehen!

Freitag, 30. Januar 2009

Zwischenfall in Wuppertal

Heute spektakulärer Zwischenfall bei Merci: Andreas setzt zu seinen letzten tiefen Tönen an, das Schlusscrescendo führt uns zum dreifachen fortissimo, da macht es krachbumm und das Licht ist aus.

Unser Bass hat wie Oskar Matzerath das Glas der Birnen kaputtgesungen, vermuten wir (klar, weil er nicht NOCH größer werden will, ein Glück), oder vielleicht war auch irgendwie der Fürst der Finsternis im Spiel. Es roch ein bisschen danach, nach Schmorkram, Schwefel oder was. Wer will das schon wissen.

Der Rest der Vorstellung lief dann mit Notlicht weiter. Wir haben Andreas gebeten, sich zurückzuhalten, und siehe da: es ging.

Freitag, 16. Januar 2009

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

Wer moderiert derzeit eigentlich „Verstehen Sie Spaß“? Nur, damit ich weiß, auf wen ich achten muss, also welcher Moderator sich hinter einem Bart, einer Zeitung, einer Schiebetür verstecken mag.

Das ZDF dreht nämlich gerade den größtangelegten Streich in der Geschichte seiner Erfolgssendung (damals noch mit Max Schautzer, oder war das Kurt Felix?) in den Bordrestaurants von GermainRail alias Deutsche Bahn, und da will ich eine gute Figur machen, sollte der Scherz gerade heute aufgelöst werden.

Die Grundidee ist witzig: auf der Speisekarte stehen vollmundig gepriesene Kaffeespezialitäten. Wenn man die bestellt, erfährt man aber, dass die Kaffeemaschine grad kaputt ist. Das ist wirklich komisch, vor allem beim xten Mal. Der Streich läuft jetzt schon zwei Monate in ALLEN ICEs der deutschen Bahn, ich selbst durfte ihm jetzt zum dritten Mal in Folge zum Opfer fallen. Hihi.
Man kann sich natürlich vorstellen, dass bei den Produktionskosten, die ein solches Unterfangen verschlingt, die Anhebung der Fahrpreise nicht lange auf sich warten lassen konnte.

Aber toll ist das Bahnfahren, da bleib ich dabei. Alleine, zu wissen, wie viele der Idioten, die die ganze Zeit im Ruhewagen in ihr Mobiltelefon geröhrt haben (ICH BIN GRAD IN BIELEFELD. HALLO? IN BIELEFELD!), man nie mehr wieder sehen wird. Das Leben ist schön.

Dienstag, 13. Januar 2009

Ü 30 Treff, Bünde

René und ich haben versucht, ein sehr trostloses Foto zu machen.

Montag, 5. Januar 2009

In Ostwestfalen

Wir touren im Moment durch Ostwestfalen. Da wir mit Basta nicht die Hauptrolle bei den Konzerten spielen, hatten wir das ursprünglich nicht auf unsere Terminseite gesetzt. Jetzt sind wir aber so begeistert, dass unbedingt berichtet werden muss. Die Stücke, die wir spielen, sind bis auf Rimsky-Korsakows "Hummelflug" von anderen Konzerten bekannt: Carmen-Ouvertüre, Die zweite Geige, Ungarischer Tanz, Wir wollten doch nur Freunde sein. Aber die Nordwestdeutsche Philharmonie (unter der Leitung von Heinz Walter Florin) spielt so toll auf und hat so wunderbar beschwingte Stücke im Repertoire, dass sich allein dafür das Kommen lohnt.

Und das will was heißen, denn Ostwestfalen ist weit weg und liegt unter einer dichten Schneedecke, die (wenn mich nicht alles täuscht) noch bis tief in den April hinein liegen bleiben wird.



Wirklich: mit einem so wunderbar klingenden Orchester durften wir bisher noch nicht zusammen auftreten; wir alle freuen uns sehr auf die verbleibenden vier Konzerte, weil wir so gerne zuhören, wenn wir grad pausieren. Lasst euch das nicht entgehen.

Beste Grüße und FNJ, William