Montag, 7. September 2009

Andromas

Derzeit nehmen wir zu zwei neuen Songs in den Studios des WDR Videos auf, die dann in der neuen Staffel von "...und basta" gezeigt werden. Die Regisseurin arbeitet mit der Blue Screen - Technik, die ich hier an anderer Stelle schonmal erklärt habe.

Bei den Vorbereitungen einer bestimmten Einstellung ist es zur virtuellen Verschmelzung von Andreas und Thomas gekommen und damit zu einem Bild, das ich euch nicht vorenthalten konnte.

Mittwoch, 2. September 2009

Ladies in White

Was ist das denn?, durchfuhr es fünf freundlich gesinnte Basta-Sänger, 60 Minuten her ist es erst, als wir den Untertitel zu unserem heutigen Kaiserslauterner Konzert lasen. Schwarz auf weiß steht da nämlich im vierfarbig gedruckten Programmheft: Basta. "Das neue Programm. Ladies in White."



!!!

Wem haben sie denn da das Gehirn entfernt? Ladies in White? Ich muss jetzt recherchieren.

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Ich habe recherchiert; der erste Google-Eintrag weist mich zu Wikipedia weiter, dort heißt es:

Ladies in White (Spanish: Damas de Blanco) is an opposition movement in Cuba consisting of spouses and other relatives of jailed dissidents. The women protest the imprisonments by attending Mass each Sunday wearing white dresses and then silently walking through the streets dressed in white clothing. The color white is chosen to symbolize peace.


Das ist sympathisch, gebe ich zu. Der Zusammenhang erschließt sich mir trotzdem nicht. Arbeitet in irgendeiner Kaiserslauterner Druckerei nun eine Praktikantin, die die Prinzen liebt, uns deswegen hasst und darum diese Unverschämtheit ins Programm gemogelt hat oder ist der Bruder des Kommunikationsdesigners, der für das Erscheinungsbild des Heftes verantwortlich ist, kubanischer Dissident und darf sich nun über diese originelle Unterstützung freuen?

Ich will es mal schwer hoffen.

Sonntag, 23. August 2009

Freitag, 21. August 2009

Blindes Huhn

Was für ein schöner Abend! Sonne satt, ausverkaufte Ränge, wunderbare Stimmung.

Würselen ist immer für ein tolles Konzert gut, aber dieses Mal hat es alles geschlagen. Ein perfekter Abend war das. Ein bisschen getrübt durch die weidlich ausgeschlachtete Minigolfgeschichte.

Für alle, die nicht dabei waren und deswegen nicht von Thomas das ganze Konzert über von seinem so unangemessenen wie unangebrachten Siegerstolz behelligt wurden: Wir haben vor dem Konzert noch ein wenig Minigolf gespielt. Leider war nur Zeit für eine halbe Runde; jeder, der sich mit diesem Sport ein bisschen auskennt, weiß, dass die vorderen die anspruchsloseren Bahnen sind, auf denen Geschick noch nicht zählt.

Nun ja, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, deswegen war bei diesem bescheidenen Spaß echte Könnerschaft nicht gefordert, sondern lediglich das Glück, in diesem speziellen Fall das Anfängerglück. Thomas sei es in jedem Fall gegönnt.

Er hat sonst so wenig, an dem er sich freuen kann.

Sonntag, 16. August 2009

Auf geht's

So, jetzt geht’s wieder los. Der Übergang von Ferien zu Arbeit ist sanft, da wir aus dem Urlaub kommend erst einmal zwei Konzerte auf Juist und Norderney gegeben haben. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den beiden Inseln: der Ort der einen besteht eigentlich nur aus zwei autofreien Sträßchen; eine von unten nach oben und eine von links nach rechts, die andere Insel nennt eine richtige Kleinstadt ihr eigen, komplett mit metropolischen Errungenschaften wie einer Buslinie und Subway. Also nicht U-Bahn, sondern Fastfood.

Klar eigentlich, welche mir da besser gefällt, andererseits wurde das Glück auf Juist durch einen übereifrigen Inselpolizisten getrübt, der mir befahl, auf dem Bürgersteig zu gehen anstatt auf dem Fahrweg. Ich habe wohl die Fahrradfahrer behindert. Dabei gehe ich selbst in Köln auf der Straße.

Das war’s aber auch schon an Unannehmlichkeiten. Dank ausgiebiger Probe vor dem Konzert konnten wir alle alle Choreographien und Texte (na gut, „Choco Latte Chai“ mussten wir abbrechen, weil René sich weder an erste noch zweite Strophe erinnerte, aber das zählt nicht), das Publikum war auch vergnügt, also alles prima.

Und nicht zuletzt die Sonne hat uns geschienen; es war richtiges Strandwetter, und das haben wir ausgiebig genutzt. Die Woche soll’s wohl schön bleiben. Gut!

Am 20. spielen wir in Erfurt. Donnerstag Abend darf’s also wieder regnen.

Montag, 29. Juni 2009

Kieler Woche

Es war zwar noch nicht das allerletzte Konzert, aber nun trotzdem ein gefühlter Abschluss für eine tolle Saison. In Kiel haben wir in der ausverkauften Krusenkoppel vor 2000 Leuten einen wunderschönen Abend gehabt. Viel gesungen, gelacht, Gänsehaut gehabt. So bei „Feuerzeug“, als hunderte Feuerzeuge im gesamten Amphitheater aufleuchteten und das Halbrund in tatsächlich in einen Sternenhimmel verwandelten. Was für ein Anblick.

Und nun geht es in den Urlaub. Noch nicht direkt; ein paar Dinge sind noch zu tun. Aber seit Montag, dem 29.Juni haben wir Konzertpause bis Mitte August, wenn wir unsere zweite Hälfte des Jahres mit zwei Shows auf Juist und Norderney einläuten.
Das heißt, dass auch der Blog ruhen wird – in anderthalb Monaten geht es dann weiter. Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer!

Bis am Meer, William

Freitag, 26. Juni 2009

Zurück zum Glück

Wer bei meinen Bali-Erzählungen aufgepasst hat, weiß, dass man bei Reisen von Ost nach West mit der Zeit reist. So einfach ist das. Darum ist der Jetlag auch weniger ausgeprägt, so dass wir einen Tag nach unserem Rückflug von Peking nach Frankfurt bester Dinge und ausgeschlafen im Bus sitzen, Vellmar als Ziel. Wir haben schon viel Geschichten ausgetauscht, denn wir waren nach unserem Konzert in Shenyang alle noch auf eigene Faust unterwegs, und da lässt sich doch einiges erzählen. Ein paar dieser Geschichten werdet ihr bestimmt zu hören bekommen, hier oder vielleicht auch im Journal; Bilder haben wir natürlich auch Unmengen gemacht.

Unser Auftritt in Shenyang war toll, etwa 3000 Chinesen standen vor der Bühne und haben mitgemacht, ob bei „Legalize a cappella“ oder „S.O.S.“. Absolutes Highlight war ganz sicher unser chinesisches Lied. Schon beim Intro erkannten alle, was wir da vorhatten, und brachen in Geschrei aus. Den Text konnten auch alle, so dass kleine Unsicherheiten unsererseits im Chor der Menge untergingen.

Wir haben noch „In Extremo“, der Gruppe nach uns, gelauscht, die eine Hammer-Show boten, und vom Publikum, die Konzerte in solcher Dimesion nicht kannten, frenetisch gefeiert wurden. Danach war alles sehr schnell vorbei – die (angeblich 1000) Polizisten lösten die Veranstaltung ratzfatz auf. Ein paar Fotos haben wir noch mit Fans gemacht. Das war aber insofern nichts besonderes, als dass wir auch sonst fotografiert wurden; in manchen Gegenden Chinas sind westliche Touristen tatsächlich sehr selten. Martin schoss dem Fass natürlich seine Krone ab. Wir konnten froh sein, dass wir ihn wieder mit nach Hause nehmen durften; es hätte uns nicht gewundert, wenn man ihm irgendeinen Tempel gebaut und ihn dabehalten hätte.

Wir sind wahnsinnig froh, dass wir diese Reise machen konnten. Ein ganz großer Dank geht also ans Goethe-Institut, die uns eingeladen und das alles ganz toll veranstaltet haben. Sehr, sehr gern bald wieder!