Mittwoch, 26. November 2008

Doppelt gedreht hält besser

Kennt ihr das? Man glaubt, nur bei einem selbst im Betrieb wird geschlampt, auf den letzten Drücker fertig gestellt, improvisiert und geschludert; und dann kommt man irgendwo hin und stellt voll Erstaunen fest, dass man nicht allein ist. Ganz und gar nicht. Ob die Melonen bei Gemüse Schmitz oder die Millionen bei der KfW.

Im vorliegenden Fall hält sich der Schaden in Grenzen, aber erzählen kann man trotzdem davon: Am Montag trafen wir uns in den frühen Morgenstunden in Köln-Deutz, um für Center TV in der leeren Kölnarena ein kleines Interview zu drehen. Die Kulisse fantastisch, die Temperaturen eisig, der Kameramann verplant.

Denn gestern erreichte uns die Anfrage, ob wir? eventuell? noch mal erscheinen könnten. Auf dem Band seien wir zwar deutlich und scharf zu erkennen , aber nur in grün und blau. Man könne noch was nachbearbeiten, dann seien wir blau und grün.

So wollten wir uns nicht dem Fernsehpublikum präsentieren, also sind wir heute morgen (noch früher) in die Center-TV-Studios gefahren und haben da einen Nachdreh absolviert. Leider nur noch zu dritt, aber das hatte was Gutes, wir mussten nicht singen. Bald auf eurem Fernseher, in allen drei Primärfarben.

Samstag, 22. November 2008

Spass aus Mainz

Die Pausen zwischen den Aufzeichnungen unserer Beiträge für die Fernsehsendung "Spass aus Mainz" haben wir dazu genutzt, ein wenig zu proben. Auf dem Gelände des SWR gab es sogar ein Studio mit Klavier. Und siehe da, nicht nur ein Klavier, sondern auch eine Blue Screen; die erste unseres Lebens.

Das System funktioniert so: Wir haben uns auf Stühle gelegt und so getan, als würden wir schwimmen. Alles, was ihr jetzt noch tun müsst, ist, das Foto auszudrucken, uns mit einer feinen Schere herauszuschneiden und auf ein Bild eines Aquariums zu kleben. Faszinierend, die moderne Technik.

Sonntag, 16. November 2008

Eile mit Pfeile

Gestern in Lübeck gespielt, zum ersten Mal waren da über 1000 Mann (1050). Große Freude auf allen Seiten. Unser Publikum erträgt derzeit die volle Weihnachtsdröhnung, zur Vorbereitung unseres Konzertes in der Köln/Lanxess-Arena singen wir alte und neue Partykracher nun auch in den Konzerten. Die fordern teilweise einiges ab, und Lübeck hat sich da sehr gut geschlagen, kann man sagen. Baumschmuck, Baumschmuck, Baumschmuck, Baumschmuck! Wer das ein bisschen auszusprechen übt, wird am 14.12. gute Karten haben.

Verwirrung aber auf unserer Seite. Die verschlungene Architektur der MuK hat uns nur sehr knapp zur Bühne gelangen lassen. Am meisten aufgehalten hat uns die Bodenbepfeilung. Weil wir sie nicht verstanden haben, aber natürlich auch, weil wir dann auch noch ein Foto davon gemacht haben.

Montag, 10. November 2008

Those were the days

Wir haben in alten Erinnerungen geschwelgt und Klassenfotos rausgekramt. Wahnsinn, was da alles dabei war.





Mittwoch, 29. Oktober 2008

Freitag, 17. Oktober 2008

Wer anderen eine Grube gräbt

Ich bin Lehrersohn. Freunde wie Feinde sagen, dass man mir das anmerkt. Ich bestreite das natürlich grundsätzlich.

Manchmal denke ich aber, dass da was dran ist. Dass eine gewisse Schulmeisterlichkeit durch meinen sonst grundpositiven Charakter durchscheint. Neulich:

Wir haben drei Tage in Hamburg gespielt. Bei so Mehrfachshows (en suite sagt der Profi) (oh, da ist es schon wieder) wird man immer noch mal ein Stückchen lockerer auf der Bühne, weil man sich schon eingelebt habt. Deswegen fand ich es nicht schlimm, René beim neuerlichen Versemmeln seiner Choreographie bei "Sonne und Regen" deutlichst auf die Füße zu stieren. Er war nämlich, wen's interessiert, nach der ersten Strophe zum Refrain zu weit nach vorne gekommen.

Ich also so guck so.

Während ich mich noch still vor mich hinamüsiere, merke ich, dass im Publikum zuerst verstohlen gekichert wird und Unruhe entsteht. Warum? Ich bewege mich noch ein bisschen weiter und merke bei diesem Bewegen, dass es total falsch ist. Die Leute kichern über mich.

Weil ich so mit Amüsieren über den Fehler meines Kollegen beschäftigt war, dass ich vergessen habe, dass wir seit etwa sechs Monaten eine neue Choreographie für den Refrain hatten. Haben das die Leute von alleine gemerkt? Ja, ein bisschen. Warum haben sie es alle gemerkt? Weil René mir den ganzen Refrain hindurch auf die Füße gestiert hat, um allen zu zeigen, dass ich es nicht kann.

Der Blödmann.

Montag, 13. Oktober 2008

Feierabend

Neue Städte sind immer was besonders Schönes für uns. Wir reisen bekanntlich schon ein paar Jährchen durch die Republik; und so manchen Ort kennt man dann ein bisschen besser, zum Beispiel Düsseldorf. Umso spannender, dann ganz frisch in eine Stadt zu kommen, die einen komplett überraschen kann.

Letztes Wochenende sah eine Doppelpremiere, denn wir gastierten in Gera und in Passau. Sehr spannend war das, und da wir Samstag in Gera waren, nutzen wir unsere Urlaubsstimmung, um nach getaner Arbeit noch ein Bier zusammen zu trinken.

Das war jedenfalls der Plan. Es sind dann nämlich zwei draus geworden (Näherungswert). Und wir haben etwas gemacht, was wir noch nie gemacht haben, nämlich zusammen Karaoke gesungen. In einem „Irish Pub“ haben wir uns zu dritt die zwei Mikrofone geschnappt und Herbert Grönemeyers „Männer“ aufgeführt.

Eine Konzertbesucherin war anwesend und hat das dokumentiert. Hier ein Bild der Uraufführung.



Außer unserem Gast kannte uns kein Schwein, und trotzdem haben wir einen sehr anständigen Applaus, wenn nicht den mit-stärksten bekommen. Sollte man sich mal überlegen, das beruflich zu machen, das Singen.