Freitag, 14. Februar 2014

Liebe ist scheiße


Happy Valentinstag!



Ich freue mich, dass ich an diesem ganz besonderen Tag gerade dieses spezielle Lied fertig geschrieben habe. Es ist ein Marsch (hatten wir noch nicht!) und heißt "Liebe ist scheiße".

Man muss sich aber keine Sorgen um mich machen, im Gegenteil. Ich bin formidabler Laune und freue mich am kalten Februarregen, der in der einsetzenden Dämmerung gegen die Scheibe meines Wohnzimmerfensters prasselt. 

Normalerweise erlaube ich ja keine Blicke auf unaufgeführte Texte, aber weil der 14. Februar ein besonderer Tag ist, mache ich eine Ausnahme für alle, die noch ein bisschen im Blog lesen wollen, bevor sie sich gleich auf den Weg zum Candle-Light-Dinner mit ihrer Flamme machen!

Ich grüße also herzlich, bis die Tage, 
William


Liebe ist scheiße

Es lebte einst 'ne Tierarzthelferin in Hagen
Die seit 'nem Jahr schon mit dem Sohn vom Tierarzt ging
Er schenkte ihr 'nen goldenen Ring
Zum ersten Jahrestag

Doch weil der Ring zu klein war, um ihn auch zu tragen
Ging sie am nächsten Mittag gleich zum Juwelier
So kam’s, dass sie schon um halb vier
In dessen Armen lag

Und während sie sich in seinem Bett etwas wärmte
War’s ihr Freund, der dabei was lernte
Nämlich dies:

Vom Rhein bis zur Neiße
Liebe ist scheiße
Von der Nordsee bis zum Inn
Liebe ist schlimm, Liebe ist schlimm

Es lebte einst ein altes Paar in Baden-Baden
Die fest zusammen hielten stets und überall
Auch als der Mann als Pflegefall
Sein Ende nahen sah

Doch als er starb, vermachte er seine Milliarden
Nicht seiner Ehefrau, nein, alle Knete ging
An seine junge Pflegerin
Aus Herzegovina

Das Mädchen genoss die fette Ernte
Während die Witwe dabei was lernte
Nämlich dies:

Vom Rhein bis zur Neiße
Liebe ist scheiße
Von der Nordsee bis zum Inn
Liebe ist schlimm, Liebe ist schlimm

Ob in Emden oder Aurich
Liebe ist traurig
Sie ist grausam und brutal
Von Schwerin bis Wuppertal

Doch wird im Hunsrück und in der Eifel
An der Liebe nicht gezweifelt
Und man weiß von Chemnitz bis nach Hagen
Man muss sie trotzdem wagen
Denn wir wär’n in Rostock und in Hamm
Ohne Liebe noch viel ärmer dran
Ja, wir wär’n in Garmisch, Bonn und Peine
So richtig arme Schweine
Das gilt von Dresden bis nach Trier
Und darum singen wir

Von Scharbeutz bis Mülheim-Kärlich
Liebe ist gefährlich
Doch von der Elbe bis zur Rhön
Liebe ist schön, Liebe ist schön, Liebe ist schön

Donnerstag, 30. Januar 2014

Home Office

Ich grüße recht herzlich von der Bergstation der Schönleitenbahn, Saalbach, wo ich mein mobiles Büro aufgebaut habe. Auf der Hütte, auf der ich die letzten fünf Tage verbracht habe, gibt es gottseidank kein Internet, aber heute musste es sein. Ich bin also kurz vor Betriebsschluss mit dem Laptop noch mal runter gefahren, um mit einer der letzten Gondeln nach oben zu kommen, wo es Netz gibt (klingt komplizierter, als es ist).

Und jetzt, wo ich hier bin, denk ich, meld ich mich mal!


Ein paar Dinge erledige ich noch, bevor mir die Finger abfrieren, dann steige ich wieder auf die Ski, einen knappen Kilometer die 61 runter, links zur Hütte abbiegen, und vor den Kamin. Alles Gute nach Deutschland!


Montag, 9. Dezember 2013

Sorgen in die Tonne


Vorweihnachtszeit in Köln. Das bedeutet Glühwein im T-Shirt bei 12 Grad Celsius Außentemperatur. Und weil mir so sommerlich ist, teile ich diese schönen Fotos mit euch. Sie sind vom Sommer 1998; es war sehr warm, aber zum Glück gab es da diese Tonne.





Freitag, 1. November 2013

Mitarbeiter des Monats


René ist ein begnadeter Improvisationskünstler. Das gilt nicht nur für seine Solonummern (beabsichtigt oder nicht), sondern auch, wenn handwerklich Not am Mann ist. Mir schnitt er eines Konzertabends schon eine Krawatte aus Mollton; und letztes Wochenende, da war Werner dran. Der hatte sein weißes Hemd zuhause vergessen. Arndt hatte eines übrig, das brauchte aber Manschettenknöpfe, die nicht zur Hand waren. Wer hat sie gebastelt? René. Aus zwei Hanutaverpackungen. Zum Lohn durfte er sie beide essen, nur er ganz alleine. Das macht er sonst auch, aber dieses Mal hat keiner mit ihm geschimpft.


Montag, 14. Oktober 2013

Im Zug


Ich fahre mal wieder mit dem Zug nach Berlin. Bis eben saß ein Schüler neben mir, ich schätze ihn auf 9 oder 14 Jahre. Er war ausgesprochen lästig. Nicht nur, dass er die ganze Zeit auf seinen Nägeln rumkaute, er stellte mir auch unaufgefordert Fragen. „Wie ist der?“ (Er meinte meinen Computer). „Wie lang dauert das?“ (Er meinte bis nach Berlin. Herrgott, guck in den Fahrplan.) Die meiste Zeit beschäftigte er sich aber mit seinem Laptop und unterhielt sich lautstark mit seinen Klassenkameraden, die ein paar Sitze weiter saßen, beziehungsweise am entgegengesetzten Ende des Waggons. Hauptsächlich wollte er seine Mitschüler dazu bringen, sich krasse Bilder auf seinem Rechner anzuschauen. Unklar, um was für eine Sorte Bilder es sich handelte. Ich habe mich nicht getraut zu schauen. Wahrscheinlich war es so etwas wie „Basejumper stürzt in Müllpresse“, „Mann spaltet sich mit Eierschneider den eigenen Kopf“ oder „Lisa und ich“. Die Jugend.

In Berlin habe ich morgen meinen ersten eigenen TV-Auftritt ohne Basta, hui, aufregend. Ich bin als Namensexperte eingeladen; wenn ich es richtig verstanden habe, soll ich was zu bescheuerten Hollywoodstars und ihren Kindern sagen. Da muss ich mich nochmal auf den neuesten Stand bringen. Das eigene Buch zu lesen wär auch nicht die schlechteste Idee. Im Übrigen brauch ich IMMER NOCH Fünfpunkte-Rezensionen bei Amazon, was ist eigentlich mit euch los? Ich mach da morgen Werbung, und im Internet steht, das Buch ist nur so naja. Im Übrigen ja nicht, weil die Leute das gelesen haben und unlustig finden, sondern weil ihr Name drin vorkommt und sie sich am Autor rächen. Ist das etwa fair? Ja, das ist es.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Ich entschuldige mich

ES TUT MIR SO LEID, DASS ICH DEN BLOG VERNACHLÄSSIGT HABE!

Das muss reichen. Die Pause ist vorbei, Arndt ist angekommen, wir haben geprobt, jetzt wird gesungen.

Die letzte Probewoche vor unserer Premiere war krass. Wir waren wie so häufig zum Arbeiten nach Österreich gefahren; dort hatten wir blendendes Wetter und strahlenden Sonnenschein, wie wir aus unserem mit Fenstern ausgestatteten Proberaum deutlich erkennen konnten. Selten war der Altweibersommer in den Bergen so schön, so berichteten uns beim Abendessen die anderen Hotelgäste.

Na, ganz so frustrierend war es nicht. Wir hatten ja immerhin unsere Mittagspause, und da konnte man sich schonmal in die Sonne setzen. Aber wir waren tatsächlich fleißig wie noch nie, und ich hoffe schwer, dass man das als Zuschauer auch merkt. Sollte bei den Konzerten trotzdem was schiefgehen, gilt natürlich das jetzt schon geflügelte Wort: Arndt ist schuld.

Die ersten fünf Konzerte sind gespielt. Sie haben uns Spaß gemacht. Hat man bestimmt gemerkt. Wir haben ja auch neue Klamotten. Auf Facebook steht schon ein Foto, hier noch zusätzlich ein Outtake vom Sofa. Soll sich ja lohnen, hier vorbeizuschauen und seine Aufmerksamkeitsspanne von den üblichen paar Sekunden auf eine Minute auszudehnen.

Und damit hat es sich auch schon, fürs Erste. Bis 2014!






Donnerstag, 16. Mai 2013

In Klausur

Gerade jetzt sitze ich in Berlin in schönster Maisonne auf dem Balkon, aber ich habe es auch bitter nötig: vor einer Woche habe ich mich mit einem Keyboard fünf Tage lang in einer Tiroler Hütte eingeschlossen, draußen regnete es, drinnen war es langweilig, und nun wärme ich mir meine Knochen verdienterweise ein bisschen auf. Normalerweise mache ich solche Aktionen ja mit Kollegen, Thomas meistens oder auch Maybe-Olli, aber nun musste es mal alleine sein. War produktiv.




Und sonst: das Buch entwickelt sich schön (ich brauche übrigens positive Rezensionen, ich habe erst drei, und eine unverschämte Trulla hat mir einen Punkt gegeben, ohne das Buch überhaupt gelesen zu haben!), auf Amazon rangiert es zwar noch nicht in den Top 100, aber je nach Zählung ändert sich das sehr schnell. Geschenkbücher: Platz 35, Geschenkbücher Familie Platz 8, Geschenkbücher Familie die humoristisch sind und von einem Autoren geschrieben wurden, dessen Name mit W beginnt: Platz 1.


Das eine oder andere Interview gab es schon und wird es auch noch geben, hier mal ein Link zu einem veröffentlichtem; auf Facebook oder hier dann rechtzeitig die Ankündigung zu den kommenden. Fürs Erste schöne Pfingsten und bis die Tage!

http://blog.beliebte-vornamen.de/2013/05/william-wahl/