Dienstag, 31. Mai 2011
Fortsetzung
Ich habe Portemonnaie und Handy wieder. Das war's auch schon. Die Sachen kamen mit der Post und waren dementsprechend da. Sorry. Mehr Missgeschicke dann wieder im Juni.
Montag, 16. Mai 2011
Alte Oper, Frankfurt
Samstag vor einer Woche spielten wir in der Alten Oper in Frankfurt. Wir hatten Einzelgarderoben. Auf Schildern wurde einem empfohlen, seine Wertsachen in den Safe zu schließen und diesen mit einer vierstelligen PIN zu programmieren. Ich schloss Handy und Portemonnaie in den Safe und codierte ihn.
Nach Konzertende wollte ich meine Sachen wieder aus dem Safe holen. Dazu tippte ich die PIN ein. Der Safe behauptete, es würde sich um die falsche handlen. Ich hätte noch zwei Versuche, so das Informationsschild an der Wand, nach zwei weiteren falschen Eingaben würde sich der Safe für fünf Minuten abschalten. Erst nach dieser Wartezeit könne ein weiterer Versuch erfolgen. Ich tippte noch zweimal die PIN ein, der Safe hielt sie für falsch und schaltete sich ab.
Nach fünf Minuten wiederholte ich die Prozedur; sorgfältig und gewissenhaft tippte ich die vier Ziffern auf den Nummernblock, nur um nach drei fehlgeschlagenen Versuchen dieselbe Reaktion seitens des Safes hervorzurufen: Tilt. Ich ging zum Pförtner und schilderte das Problem. Der Pförtner teilte mir mit, dass ich, wäre ich fünf Minuten eher erschienen, die Inspizientin noch erwischt hätte, die als einzige über die Metacodes verfüge.
Das Problem sei überdies leider bekannt, sagte mir der Pförtner; die Safes würden sich ab und an nicht mit der programmierten PIN öffnen lassen, und es sei ein Ärgernis, dass er als Pförtner nicht die notwendigen Resetcodes kennen dürfe. Meine Einschätzung, ganz generell sollte eine anscheinend bekannte Funktionsstörung der Safes doch eher zu einer Warnung vor der Benutzung der Safes führen anstatt zu ihrer Empfehlung, konnte er nachvollziehen. Ich bat den Mann um die Handynummer der Frau, er hatte sie nicht.
Kein Problem, sagte ich, ich würde morgen vorbeikommen, um 11 Uhr etwa, dann würde uns unser Weg weiter nach Hannover führen. Die Inspizientin sei aber erst um 14 Uhr wieder im Haus, meinte der Pförtner. Ich fragte ihn, ob er die Handynummer eines Kollegen wisse, der wiederum die Handynummer der Inspizientin kenne? Der Pförtner kannte keine.
Ich ließ mir die Festnetzdurchwahl der Inspizientin, Frau A., geben, um sie am nächsten Tag um 14 Uhr anzurufen.
Frau A. ließ sich einen Tag später tatsächlich erreichen, sie war bereits über das Problem informiert worden. Sie bat mich, ihr eine Email mit meiner Postanschrift zu schreiben, sie würde die Sachen dann dorthin verschicken. Da Sonntag war, würde sich das erst am nächsten Tag erledigen lassen. Am Abend schrieb ich Frau A. die gewünschte Mail.
Der Montag verging. Dienstag Morgen fand ich eine Email von Frau A. im Posteingang. Sie hatte sie um 6.14 abgeschickt und bat mich darin, Herrn B. zu kontaktieren und ihm meine Anschrift durchzugeben. Ich wunderte mich, denn ich hatte Frau A. ja schon, wie von ihr gewünscht, alle notwendigen Informationen übermittelt. Ihr Schreiben ließ darauf schließen, dass die Sachen noch nicht in der Post waren. Herrn B.s Telefonnummer fand sich in Frau A.s Mitteilung nicht, also rief ich die Oper an und fragte nach Herrn B. Der Pförtner sagte mir, er kenne keinen Herrn B. Ich bat um Frau A. Frau A. habe das Haus bereits verlassen, sagte der Pförtner, und sei erst Mittwoch wieder da.
Ich ließ mich mit ihrer Kollegin, Frau C. verbinden. Diese war informiert und teilte mir mit, Portemonnaie und Handy seien auf Vermittlung einer meiner Kollegen an Herrn B. gegangen, dieser würde sich darum kümmern, beides an unser Büro zu schicken. Ich rief in unserem Büro an. Ja, man sei im Kontakt mit Herrn B.. hieß es dort, man habe ihm eine Email mit der Bitte um Rückruf geschickt, leider habe man noch keine Antwort erhalten. Ich ließ mir seine Telefonnummer geben und rief an.
Herr B. war zu erreichen und sagte, er habe die Email bekommen und plane auch, sie zu beantworten. Er war im Besitz von Portemonnaie und Handy und könne sie gern verschicken. Er sei zuversichtlich, das spätestens am folgenden Tag, Mittwoch, zu schaffen.
Donnerstag rief ich in unserem Büro an und fragte O., ob die Post angekommen sei. Nein, sagte man mir, aber anhand der Sendungsverfolgungsnummer sehe man, dass es spätestens Freitag soweit sein müsse.
Freitag Mittag war in unserem Büro noch keine Post angekommen. Das Problem sei leider, informierte mich O., dass seitens der Agentur eine Zusendung bis spätestens 19 Uhr vorgesehen sei, aber dummerweise das Büro nicht solange besetzt sein würde. Montag spätestens würde man die Sachen dann aber entgegen nehmen können. Ich sagte O., dass ein weiteres Problem darin bestehen würde, dass ich Montag früh schon auf dem Weg nach Sachsen und erst Dienstag Nachmittag wieder zurück sei. Mittwoch vormittag wäre ich dann aber in der Lage, mein Handy und mein Portemonnaie im Büro abzuholen.
Fortsetzung folgt.
Nach Konzertende wollte ich meine Sachen wieder aus dem Safe holen. Dazu tippte ich die PIN ein. Der Safe behauptete, es würde sich um die falsche handlen. Ich hätte noch zwei Versuche, so das Informationsschild an der Wand, nach zwei weiteren falschen Eingaben würde sich der Safe für fünf Minuten abschalten. Erst nach dieser Wartezeit könne ein weiterer Versuch erfolgen. Ich tippte noch zweimal die PIN ein, der Safe hielt sie für falsch und schaltete sich ab.
Nach fünf Minuten wiederholte ich die Prozedur; sorgfältig und gewissenhaft tippte ich die vier Ziffern auf den Nummernblock, nur um nach drei fehlgeschlagenen Versuchen dieselbe Reaktion seitens des Safes hervorzurufen: Tilt. Ich ging zum Pförtner und schilderte das Problem. Der Pförtner teilte mir mit, dass ich, wäre ich fünf Minuten eher erschienen, die Inspizientin noch erwischt hätte, die als einzige über die Metacodes verfüge.
Das Problem sei überdies leider bekannt, sagte mir der Pförtner; die Safes würden sich ab und an nicht mit der programmierten PIN öffnen lassen, und es sei ein Ärgernis, dass er als Pförtner nicht die notwendigen Resetcodes kennen dürfe. Meine Einschätzung, ganz generell sollte eine anscheinend bekannte Funktionsstörung der Safes doch eher zu einer Warnung vor der Benutzung der Safes führen anstatt zu ihrer Empfehlung, konnte er nachvollziehen. Ich bat den Mann um die Handynummer der Frau, er hatte sie nicht.
Kein Problem, sagte ich, ich würde morgen vorbeikommen, um 11 Uhr etwa, dann würde uns unser Weg weiter nach Hannover führen. Die Inspizientin sei aber erst um 14 Uhr wieder im Haus, meinte der Pförtner. Ich fragte ihn, ob er die Handynummer eines Kollegen wisse, der wiederum die Handynummer der Inspizientin kenne? Der Pförtner kannte keine.
Ich ließ mir die Festnetzdurchwahl der Inspizientin, Frau A., geben, um sie am nächsten Tag um 14 Uhr anzurufen.
Frau A. ließ sich einen Tag später tatsächlich erreichen, sie war bereits über das Problem informiert worden. Sie bat mich, ihr eine Email mit meiner Postanschrift zu schreiben, sie würde die Sachen dann dorthin verschicken. Da Sonntag war, würde sich das erst am nächsten Tag erledigen lassen. Am Abend schrieb ich Frau A. die gewünschte Mail.
Der Montag verging. Dienstag Morgen fand ich eine Email von Frau A. im Posteingang. Sie hatte sie um 6.14 abgeschickt und bat mich darin, Herrn B. zu kontaktieren und ihm meine Anschrift durchzugeben. Ich wunderte mich, denn ich hatte Frau A. ja schon, wie von ihr gewünscht, alle notwendigen Informationen übermittelt. Ihr Schreiben ließ darauf schließen, dass die Sachen noch nicht in der Post waren. Herrn B.s Telefonnummer fand sich in Frau A.s Mitteilung nicht, also rief ich die Oper an und fragte nach Herrn B. Der Pförtner sagte mir, er kenne keinen Herrn B. Ich bat um Frau A. Frau A. habe das Haus bereits verlassen, sagte der Pförtner, und sei erst Mittwoch wieder da.
Ich ließ mich mit ihrer Kollegin, Frau C. verbinden. Diese war informiert und teilte mir mit, Portemonnaie und Handy seien auf Vermittlung einer meiner Kollegen an Herrn B. gegangen, dieser würde sich darum kümmern, beides an unser Büro zu schicken. Ich rief in unserem Büro an. Ja, man sei im Kontakt mit Herrn B.. hieß es dort, man habe ihm eine Email mit der Bitte um Rückruf geschickt, leider habe man noch keine Antwort erhalten. Ich ließ mir seine Telefonnummer geben und rief an.
Herr B. war zu erreichen und sagte, er habe die Email bekommen und plane auch, sie zu beantworten. Er war im Besitz von Portemonnaie und Handy und könne sie gern verschicken. Er sei zuversichtlich, das spätestens am folgenden Tag, Mittwoch, zu schaffen.
Donnerstag rief ich in unserem Büro an und fragte O., ob die Post angekommen sei. Nein, sagte man mir, aber anhand der Sendungsverfolgungsnummer sehe man, dass es spätestens Freitag soweit sein müsse.
Freitag Mittag war in unserem Büro noch keine Post angekommen. Das Problem sei leider, informierte mich O., dass seitens der Agentur eine Zusendung bis spätestens 19 Uhr vorgesehen sei, aber dummerweise das Büro nicht solange besetzt sein würde. Montag spätestens würde man die Sachen dann aber entgegen nehmen können. Ich sagte O., dass ein weiteres Problem darin bestehen würde, dass ich Montag früh schon auf dem Weg nach Sachsen und erst Dienstag Nachmittag wieder zurück sei. Mittwoch vormittag wäre ich dann aber in der Lage, mein Handy und mein Portemonnaie im Büro abzuholen.
Fortsetzung folgt.
Sonntag, 10. April 2011
Vierzehn aus Achtzehn
Wir sind auf dem Weg von Weimar zurück nach Köln und haben es geschafft. Die Frühlingstour liegt hinter uns, und nun freuen wir uns alle auf St. Petersburg und die vor uns liegende Osterzeit.
Ich erinnere mich nicht, bisher einen so straffen Terminplan absolviert zu haben, aber die Routen waren gut und haben uns nicht überanstrengt. So hatten wir genug Zeit für uns selber und die Städte, in denen wir aufgetreten sind. Nach elf Jahren voller Konzerte in ganz Deutschland gibt es natürlich nicht mehr viele ganz große Überraschungen - in jedem der jetzt bereisten Orte sind wir mit Basta schon gewesen - aber eigentlich lässt sich überall noch Neues entdecken.
So traf es sich gut, dass wir auch gestern in Weimar noch genug Zeit hatten, um uns auf neuerliche Rund- und Spaziergänge zu machen. Schon die durchaus lange Anreise von Bremen aus war wider Erwarten schön gewesen: wir hatten das dann doch nicht komplett flächendeckende deutsche Autobahnnetz verlassen müssen oder dürfen und waren eine gute Zeit lang im hessisch-thüringischen Niemandsland unterwegs, das sich als außerordentlich malerisch erwies.
Und dann Weimar. Unglaublich schön. Wir sind also entlang der Ilm durch den Park gelaufen, über von Goethe & Schiller eigenfüßig begangenes Kopfsteinpflaster flaniert und haben uns am Frühling gefreut. Und auch an dem Land, das wir in den letzten Wochen bereist haben. Was wir allein auf dieser Tour gesehen haben: Das sicherlich weiträumig unterschätzte Fulda (ging mir jedenfalls so), Hamburg und die Ostseeküste über Kiel, den idyllischen Südwesten mit Bad Säckingen und Freiburg, schließlich die alten deutschen Traumstädtchen Lübeck und Weimar. Vor lauter Einkaufszentren und Handyläden vergisst man manchmal, wie schön es hier trotz allem ist.
So. Der Routenplaner zeigt mir an: noch eineinhalb Stunden bis nach Köln. Das waren vierzehn Konzerte in achtzehn Tagen. Nach Hause.
Ich erinnere mich nicht, bisher einen so straffen Terminplan absolviert zu haben, aber die Routen waren gut und haben uns nicht überanstrengt. So hatten wir genug Zeit für uns selber und die Städte, in denen wir aufgetreten sind. Nach elf Jahren voller Konzerte in ganz Deutschland gibt es natürlich nicht mehr viele ganz große Überraschungen - in jedem der jetzt bereisten Orte sind wir mit Basta schon gewesen - aber eigentlich lässt sich überall noch Neues entdecken.
So traf es sich gut, dass wir auch gestern in Weimar noch genug Zeit hatten, um uns auf neuerliche Rund- und Spaziergänge zu machen. Schon die durchaus lange Anreise von Bremen aus war wider Erwarten schön gewesen: wir hatten das dann doch nicht komplett flächendeckende deutsche Autobahnnetz verlassen müssen oder dürfen und waren eine gute Zeit lang im hessisch-thüringischen Niemandsland unterwegs, das sich als außerordentlich malerisch erwies.
Und dann Weimar. Unglaublich schön. Wir sind also entlang der Ilm durch den Park gelaufen, über von Goethe & Schiller eigenfüßig begangenes Kopfsteinpflaster flaniert und haben uns am Frühling gefreut. Und auch an dem Land, das wir in den letzten Wochen bereist haben. Was wir allein auf dieser Tour gesehen haben: Das sicherlich weiträumig unterschätzte Fulda (ging mir jedenfalls so), Hamburg und die Ostseeküste über Kiel, den idyllischen Südwesten mit Bad Säckingen und Freiburg, schließlich die alten deutschen Traumstädtchen Lübeck und Weimar. Vor lauter Einkaufszentren und Handyläden vergisst man manchmal, wie schön es hier trotz allem ist.
So. Der Routenplaner zeigt mir an: noch eineinhalb Stunden bis nach Köln. Das waren vierzehn Konzerte in achtzehn Tagen. Nach Hause.
Freitag, 1. April 2011
Tief im Westen
1.April. Wir sind auf dem Weg nach Bad Säckingen, dicht an der Schweiz. Gestern waren wir in Stuttgart und haben erneut unseren freien Nachmittag mit gemeinsamem Shoppen verbracht. Eingekauft haben wir schon wieder nichts, aber ich mir gar nicht sicher, ob das beim Shoppen zwangsläufig dazugehört.
Wir sind inzwischen schon so mit unseren schwarzen Anzügen verwachsen, dass wir uns nichts anderes mehr vorstellen können. Wir hatten die letzten Tage echt alles an. Unterschiedliche Anzüge mit gleichen Hemden, gleiche Anzüge mit unterschiedlichen Hemden, gleiche Anzüge mit gleichen Hemden und unterschiedliche Anzüge mit unterschiedlichen Hemden. Anzüge in grau, blau, blaugrau, graublau, Hemden dasselbe und mehr. Glücklich waren wir mit gar nichts und haben uns entschieden, die Entscheidung zu verschieben.
Jetzt fahren wir durchs Grüne und erholen uns und unsere Augen, in die all die großstädtischen Businessnuancen sich schon fest eingegraben hatten. In Bad Säckingen waren wir schon mal, aber das Einzige, an das ich mich mit Sicherheit erinnere ist, dass man da ständig Schweizer Netz hatte.
Aber ich meine, da gäb es auch eine nette kleine Altstadt, ein Flüsschen (im Zweifelsfall der Rhein), ein paar Wiesen und Wälder. Und natürlich Herrenbekleidungsgeschäfte. Morgen sind wir in Karlsruhe, übermorgen in Freiburg, da ist Sonntag. Seufz.
Wir sind inzwischen schon so mit unseren schwarzen Anzügen verwachsen, dass wir uns nichts anderes mehr vorstellen können. Wir hatten die letzten Tage echt alles an. Unterschiedliche Anzüge mit gleichen Hemden, gleiche Anzüge mit unterschiedlichen Hemden, gleiche Anzüge mit gleichen Hemden und unterschiedliche Anzüge mit unterschiedlichen Hemden. Anzüge in grau, blau, blaugrau, graublau, Hemden dasselbe und mehr. Glücklich waren wir mit gar nichts und haben uns entschieden, die Entscheidung zu verschieben.
Jetzt fahren wir durchs Grüne und erholen uns und unsere Augen, in die all die großstädtischen Businessnuancen sich schon fest eingegraben hatten. In Bad Säckingen waren wir schon mal, aber das Einzige, an das ich mich mit Sicherheit erinnere ist, dass man da ständig Schweizer Netz hatte.
Aber ich meine, da gäb es auch eine nette kleine Altstadt, ein Flüsschen (im Zweifelsfall der Rhein), ein paar Wiesen und Wälder. Und natürlich Herrenbekleidungsgeschäfte. Morgen sind wir in Karlsruhe, übermorgen in Freiburg, da ist Sonntag. Seufz.
Montag, 28. März 2011
L1F6
In Oldenburg, wo wir am Samstag konzertiert haben, sprach mich auf deutsch ein Portugiese mit portugiesischem Akzent an und lobte mich für das gute Portugiesisch, das ich bei L1F6 gesungen hätte. Dass das gar kein echtes, sondern hauptsächlich ausgedachtes Portugiesisch ist, habe ich ihm zu gestehen nicht über mein Herz gebracht. Euch kann ich es ja erzählen.
Dienstag, 22. März 2011
Freakin' Freienohl
Heute spielen wir in Freienohl, einem kleinen Ort im, vermute ich, Sauerland. Wir sind eineinhalb Stunden gefahren, hier ist nicht sehr viel los, das muss das Sauerland sein.
Veranstalter des Konzerts ist die Liedertafel Freienohl; und so nett wie heute hat man sich um uns eigentlich noch nie gekümmert. Wochen vor dem Konzert erreichte uns die Frage nach unseren Leib- und Magenspeisen, die man für uns fünf individuell zubereiten wollte. Ein zwanzigseitiges Programmheft wurde gestaltet und gedruckt, in dem jeder von uns seine eigene Doppelseite mit Kurzbiographie bekommen hat. In der Pause reichte man uns die allerflauschigsten Handtücher, kaum dass wir die Treppe von der Bühne genommen hatten. Perfekt.
Daraufhin haben wir uns auch sehr bemüht. Im Afterglow haben wir die Choreographie zu einem brandneuen Stück uraufgeführt. René hat nach seinem Wuppertaler Totalausfall bei „Schön, dass du gekommen bist“ (zweite Strophe entfallen und kurzerhand entsorgt) eine extreme Leistungssteigerung hingelegt und nur noch eine einzige Zeile verdreht („Manches lernt man schätzen, das man eigentlich nicht mag. Zum Beispiel Gurgeln mit Spinat oder Blattspinat“). Thomas hat endlich mal Gerechtigkeit walten lassen und bei der Ansage zu Bratislava Lover JEDEN beleidigt und nicht nur die allermeisten. Es war ein toller Abend.
Schon super im Sauerland. Wenn es das war.
Veranstalter des Konzerts ist die Liedertafel Freienohl; und so nett wie heute hat man sich um uns eigentlich noch nie gekümmert. Wochen vor dem Konzert erreichte uns die Frage nach unseren Leib- und Magenspeisen, die man für uns fünf individuell zubereiten wollte. Ein zwanzigseitiges Programmheft wurde gestaltet und gedruckt, in dem jeder von uns seine eigene Doppelseite mit Kurzbiographie bekommen hat. In der Pause reichte man uns die allerflauschigsten Handtücher, kaum dass wir die Treppe von der Bühne genommen hatten. Perfekt.
Daraufhin haben wir uns auch sehr bemüht. Im Afterglow haben wir die Choreographie zu einem brandneuen Stück uraufgeführt. René hat nach seinem Wuppertaler Totalausfall bei „Schön, dass du gekommen bist“ (zweite Strophe entfallen und kurzerhand entsorgt) eine extreme Leistungssteigerung hingelegt und nur noch eine einzige Zeile verdreht („Manches lernt man schätzen, das man eigentlich nicht mag. Zum Beispiel Gurgeln mit Spinat oder Blattspinat“). Thomas hat endlich mal Gerechtigkeit walten lassen und bei der Ansage zu Bratislava Lover JEDEN beleidigt und nicht nur die allermeisten. Es war ein toller Abend.
Schon super im Sauerland. Wenn es das war.
Montag, 28. Februar 2011
Hotel Colosseo
Heute hat Andreas Geburtstag. Er hat eines der schönsten Geburtstagsgeschenke bekommen, die man sich vorstellen kann: an seinem Freudentag geht er in den Freizeitpark!
Es ist der Europapark in Rust, und hier treten wir im Rahmen einer Veranstaltung einer Bank auf. Gut, ein bisschen betrüblich ist es schon, dass Achter- und Geisterbahnen alle zu sind und auch die Popcorn- und Zuckerwattestände noch geschlossen haben.
Trotzdem ist es ein ganz großes Vergnügen, das Andreas hier beschert wurde, denn wir dürfen IM PARK übernachten, und zwar im Hotel Colosseo, das ein echtes Themenhotel ist. Natürlich haben wir früher auch schon in solchen Hotels geschlafen, aber da waren es eher Themen wie Autobahn oder Gewerbegebiet.
Hier aber ist es die römische Antike, nach deren Manier man alles gestaltet hat. Concierges in Tuniken, Säulen überall, echter Marmor in Bad und Ankleide und Mosaiken über den Betten. Zu Andreas’ Ehren haben wir ihm das größte Zimmer überlassen, heute Abend darf er es sich richtig gut gehen lassen. Ich sehe es schon vor mir: Er wird wie einst Kaiser Nero aus dem Vestibül über sein Reich schauen, es größtenteils genießen, eventuell hier und da ein paar architektonische Veränderungen planen und es gegebenfalls anzünden. Ist ja schließlich sein Geburtstag.
Es ist der Europapark in Rust, und hier treten wir im Rahmen einer Veranstaltung einer Bank auf. Gut, ein bisschen betrüblich ist es schon, dass Achter- und Geisterbahnen alle zu sind und auch die Popcorn- und Zuckerwattestände noch geschlossen haben.
Trotzdem ist es ein ganz großes Vergnügen, das Andreas hier beschert wurde, denn wir dürfen IM PARK übernachten, und zwar im Hotel Colosseo, das ein echtes Themenhotel ist. Natürlich haben wir früher auch schon in solchen Hotels geschlafen, aber da waren es eher Themen wie Autobahn oder Gewerbegebiet.
Hier aber ist es die römische Antike, nach deren Manier man alles gestaltet hat. Concierges in Tuniken, Säulen überall, echter Marmor in Bad und Ankleide und Mosaiken über den Betten. Zu Andreas’ Ehren haben wir ihm das größte Zimmer überlassen, heute Abend darf er es sich richtig gut gehen lassen. Ich sehe es schon vor mir: Er wird wie einst Kaiser Nero aus dem Vestibül über sein Reich schauen, es größtenteils genießen, eventuell hier und da ein paar architektonische Veränderungen planen und es gegebenfalls anzünden. Ist ja schließlich sein Geburtstag.
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