Es regnet. Gestern hat es auch geregnet. Vorgestern auch. Ist mir egal. Wir waren in Hamburg, zwei Tage, da gehört das dazu. Was für ein wunderbares Theater das Tivoli doch ist, was für ein tolles Publikum! Ist auf jeden Fall einer meiner absoluten Lieblingsplätze geworden in Deutschland, wir kommen da wahnsinnig gerne hin.
Leider müssen wir dafür zweimal über die A1, und die geht mir dermaßen auf den Keks, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wie es zu den teils durchaus liebevollen Beobachtungen im gleichnamigen Song kommen konnte. Die A1 ist einfach der totale Meganerv, und ich bin froh, dass wir nicht mehr von ihr singen.
Es regnet immer noch. Also, Hamburg ist die eine Sache. Warum es allerdings auch noch kurz vor Dortmund derart runterkommen muss, ist mir ebenso schleierhaft wie unsere Sicht auf die Fahrbahn vor uns. Andreas fährt stoisch, ihm ist kein Laut der Klage zu entlocken. Ich weiß nicht, wie er das macht. Würden wir nicht alle 800 Kilometer tanken müssen, würde er gar keine Pause machen. Wie ein Zugvogel. Martin hingegen kann und muss überall schlafen. Wenn er ans Steuer soll, hält er das eine halbe Stunde durch, dann fordert er einen Fahrerwechsel, rutscht rüber, nickt ein und wacht erst am Ankunftsort wieder auf. Wir befürchten übrigens, dass er auch während unserer Show schläft. Es muss an seinem Energiebedarf liegen; sein Körper verbraucht soviel davon, dass er sich selber immer wieder runterdrosseln muss, um halbwegs klar zu kommen.
Solche Probleme haben wir hier nicht. Sowieso ist es sehr gemütlich, da wir nur zu viert im Bus sitzen. Martin und Tim fahren eh alleine, Werner heute auch. Wir können uns also breit machen und nutzen diese ödeste aller Strecken dazu, um uns sehr komfortabel zu langweilen. René schaut aus dem Fenster. Thomas ist im Wachkoma. Ich schreibe Blog. Andreas fährt Auto. Es regnet.
Dienstag, 11. Oktober 2011
Mittwoch, 28. September 2011
In der Strafkolonie
Gestern haben wir in Aschaffenburg gespielt. Tim konnte eigentlich nichts dafür, dass die Bühne so wenig tief wie der Raum wenig hoch ist. Trotzdem haben wir ihn nach ausgedehnter Terrorisierung durch eine fiese rote und extreme Hitze entwickelnde Lampe, die uns die gesamte erste Hälfte hindurch den Hinterkopf hatte anschmelzen lassen, auf die Bühne geordert, um sich das ganze Liechengrand lang genau unter diese Lampe zu stellen und sich nicht zu rühren. Die Farbe von Tims T-Shirt war leider nicht das üblichen Technikerschwarz, sondern ein kühleres Hellbeige. Das hat die Härte der Strafe ein bisschen abgemildert, uns aber den Spaß nicht genommen.
Es stellt sich heraus, dass Tim sich ganz gut vor Publikum piesacken lässt, das würden wir uns mit Martin gar nicht trauen zu versuchen. Unvergessen für alle, die dabei waren, Tims Tanzeinlage bei „Wer hat gesagt“ in Würselen diesen Sommer.
Das nächste Mal, haben wir uns überlegt, lassen wir ihn während „Meine liebsten Lieder“ nackt als engelhaftes Astronautenbaby über die Bühne schweben. Aber bitte Tim nicht verraten, es soll eine Überraschung werden.
Es stellt sich heraus, dass Tim sich ganz gut vor Publikum piesacken lässt, das würden wir uns mit Martin gar nicht trauen zu versuchen. Unvergessen für alle, die dabei waren, Tims Tanzeinlage bei „Wer hat gesagt“ in Würselen diesen Sommer.
Das nächste Mal, haben wir uns überlegt, lassen wir ihn während „Meine liebsten Lieder“ nackt als engelhaftes Astronautenbaby über die Bühne schweben. Aber bitte Tim nicht verraten, es soll eine Überraschung werden.
Freitag, 9. September 2011
Ist nicht Thomas
Samstag, 23. Juli 2011
Sonntag, 10. Juli 2011
R.I.P.
Die Tröte ist weg. Seit Braunschweig. Wir haben sie schon schon öfter verloren, aber bisher tauchte sie immer wieder auf. Nun ist es schon mehr als zwei Wochen her, dass wir sie zum letzten Mal gesehen haben.
Unsere Tröte hat uns seit dem letzten Jahrtausend begleitet und uns treu den Ton angegeben. Durch den häufigen Gebrauch war sie schon ziemlich ramponiert. Die Markierungen waren kaum noch zu lesen. Die sich an den Enden der Skala befindenden c und c’ klemmten und sorgten bei Stücken in dieser Tonart (Paris Bar) immer wieder für Verzögerungen, weil ich sie nicht eingestellt bekam. Der einmal glänzende Schimmer war längst verschwunden.
Aber unsere Tröte war stets treu und gehörte mehr zu uns als vieles andere. Deswegen sind wir sehr traurig, dass wir sie nicht mehr haben. Vielleicht liegt sie einsam in den Umkleideräumen der Braunschweiger Stadthalle zwischen Heizung und Wand und kann sich nicht bemerkbar machen; vielleicht hat sie auch ein Schuft gestohlen. Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, dass wir uns jetzt mit dem Verlust abfinden werden müssen. Das Leben geht weiter. Andreas hat heute eine neue gekauft. Es ist nicht dasselbe.
Unsere Tröte hat uns seit dem letzten Jahrtausend begleitet und uns treu den Ton angegeben. Durch den häufigen Gebrauch war sie schon ziemlich ramponiert. Die Markierungen waren kaum noch zu lesen. Die sich an den Enden der Skala befindenden c und c’ klemmten und sorgten bei Stücken in dieser Tonart (Paris Bar) immer wieder für Verzögerungen, weil ich sie nicht eingestellt bekam. Der einmal glänzende Schimmer war längst verschwunden.
Aber unsere Tröte war stets treu und gehörte mehr zu uns als vieles andere. Deswegen sind wir sehr traurig, dass wir sie nicht mehr haben. Vielleicht liegt sie einsam in den Umkleideräumen der Braunschweiger Stadthalle zwischen Heizung und Wand und kann sich nicht bemerkbar machen; vielleicht hat sie auch ein Schuft gestohlen. Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, dass wir uns jetzt mit dem Verlust abfinden werden müssen. Das Leben geht weiter. Andreas hat heute eine neue gekauft. Es ist nicht dasselbe.
Donnerstag, 30. Juni 2011
Neuigkeiten
Die CD ist vorbestellbar!
Gut, wissen alle, aber es ist so toll, ich musste es nochmal schreiben. Am Erstaunlichsten, dass sie noch gar nicht fertig ist! Und trotzdem wird sie schon bestellt! Nicht, dass jetzt Käufe rückgängig gemacht werden, bitte. Denn fertig werden wird sie, und auch rechtzeitig.
Auch die Show gedeiht. Wir sind heute mit der 13.Choreographie fertig geworden. Linkstap Rechtstap Linkstap Tap Tap Tap Tap. Sehr schmissig. Jetzt müssen wir uns die Schritte nur noch alle merken. Die von den anderen Stücken übrigens auch. Aber auch da sind wir zuversichtlich, dass wir das bis März hinbekommen.
Der 16.09. wird ein Hammertag. CD raus, Eröffnungskonzert in Köln. Die Platte hab ich mir schon bestellt. Muss ich mir nur noch Karten kaufen.
Gut, wissen alle, aber es ist so toll, ich musste es nochmal schreiben. Am Erstaunlichsten, dass sie noch gar nicht fertig ist! Und trotzdem wird sie schon bestellt! Nicht, dass jetzt Käufe rückgängig gemacht werden, bitte. Denn fertig werden wird sie, und auch rechtzeitig.
Auch die Show gedeiht. Wir sind heute mit der 13.Choreographie fertig geworden. Linkstap Rechtstap Linkstap Tap Tap Tap Tap. Sehr schmissig. Jetzt müssen wir uns die Schritte nur noch alle merken. Die von den anderen Stücken übrigens auch. Aber auch da sind wir zuversichtlich, dass wir das bis März hinbekommen.
Der 16.09. wird ein Hammertag. CD raus, Eröffnungskonzert in Köln. Die Platte hab ich mir schon bestellt. Muss ich mir nur noch Karten kaufen.
Montag, 20. Juni 2011
Endspurt
Draußen pläddert es ununterbrochen. Wir sind auf dem Weg von Braunschweig (Regen) nach Lüneburg (Regen). Wenn ich an übermorgen denke – Open-Air in Kiel – wird mir ganz anders.
Wenigstens ärgere ich mich nicht, dass ich das gute Wetter verpasse, denn es ist verdammt viel zu tun. Die Lieder müssen fertig geschrieben werden. Hier liegen Refrains rum wie einzelne Socken. 12 Songs sind schon aufgenommen, drei fehlen noch. Nicht, dass wir theoretisch nicht genug hätten, aber trotzdem, und welche? In meinem iTunes-Ordner „CD sechs Entwürfe“ tummeln sich ein Dutzend Dateien, von zwanzig Sekunden bis sieben Minuten lang, und hoffen, es in den Ordner „CD sechs“ zu schaffen.
Und dabei kann ich helfen. Es sind ja nur mal hier eine zweite Strophe oder dort ein Mittelteil. Aus meinem derzeitigen Liebling (dem Siebenminüter) müssen hingegen Zeilen entfernt werden, und das hasse ich. Ein anderes Lied ist zwar fertig, muss aber heute oder morgen Abend auf Publikumstauglichkeit überprüft werden. Ist ein bisschen was anderes.
Ja, und der Blog will natürlich geschrieben werden. Wär das schon mal geschafft.
Wenigstens ärgere ich mich nicht, dass ich das gute Wetter verpasse, denn es ist verdammt viel zu tun. Die Lieder müssen fertig geschrieben werden. Hier liegen Refrains rum wie einzelne Socken. 12 Songs sind schon aufgenommen, drei fehlen noch. Nicht, dass wir theoretisch nicht genug hätten, aber trotzdem, und welche? In meinem iTunes-Ordner „CD sechs Entwürfe“ tummeln sich ein Dutzend Dateien, von zwanzig Sekunden bis sieben Minuten lang, und hoffen, es in den Ordner „CD sechs“ zu schaffen.
Und dabei kann ich helfen. Es sind ja nur mal hier eine zweite Strophe oder dort ein Mittelteil. Aus meinem derzeitigen Liebling (dem Siebenminüter) müssen hingegen Zeilen entfernt werden, und das hasse ich. Ein anderes Lied ist zwar fertig, muss aber heute oder morgen Abend auf Publikumstauglichkeit überprüft werden. Ist ein bisschen was anderes.
Ja, und der Blog will natürlich geschrieben werden. Wär das schon mal geschafft.
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